Dynamics NAV → Business Central

Was kostet das Upgrade von Dynamics NAV auf Business Central?

Die Kosten bestehen aus zwei getrennten Teilen: den laufenden Microsoft-Lizenzen, die öffentlich einsehbar sind, und dem einmaligen Upgrade-Projekt, dessen Preis vor allem am Umfang Ihrer Anpassungen hängt. Diese Seite erklärt beides — und was den Projektpreis nach oben und unten bewegt.

Zwei Kostenblöcke, die oft vermischt werden

Laufend

Microsoft-Lizenzen

Der Teil, den Sie selbst nachrechnen können. Microsofts Listenpreise für Business Central, netto und pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung:

  • Essentials 69,30 €
  • Premium 95,30 €
  • Team Members 6,90 €

Beispiel: 25 Vollnutzer auf Essentials und 15 Gelegenheitsnutzer auf Team Members ergeben 1.836,00 € im Monat, also rund 22.032,00 € im Jahr — netto, nur Lizenzen. Stand der Preise: 10. August 2026.

Alle Microsoft-Lizenzpreise im Überblick →

Einmalig

Das Upgrade-Projekt

Hier finden Sie bei uns bewusst keine Hausnummer. Zwei Unternehmen mit derselben NAV-Version und derselben Nutzerzahl können beim Upgrade um ein Vielfaches auseinanderliegen — je nachdem, wie viel Sonderlogik über die Jahre in das System gewandert ist.

Deshalb steht am Anfang eine Detailanalyse und danach ein verbindliches Festpreisangebot auf Basis eines gemeinsam dokumentierten Umfangs. Eine geschätzte Spanne vor dieser Analyse wäre für Sie wertlos: Sie könnten damit nicht planen, und wir müssten sie später korrigieren.

Zum NAV-Upgrade zum Festpreis →

Was den Projektpreis bestimmt

Sieben Faktoren, sortiert nach ihrem üblichen Gewicht. Wer diese Punkte für das eigene System beantworten kann, hat die Detailanalyse zur Hälfte schon im Kopf.

Von welcher NAV-Version Sie kommen

Gewicht: Hoch

Der Sprung von NAV 2018 auf Business Central ist ein anderes Projekt als der von Navision 2009 oder einer noch älteren Version. Je größer der Versionsabstand, desto mehr Zwischenschritte in der Datenübernahme und desto mehr Anpassungen, die technisch nicht mehr eins zu eins übertragbar sind.

Wie stark Ihr System angepasst ist

Gewicht: Sehr hoch

Das ist in der Regel der größte Posten. Jede C/AL-Anpassung muss bewertet werden: als AL-Extension übernehmen, durch eine Standardfunktion ersetzen oder ersatzlos streichen. Eine weitgehend im Standard betriebene Installation ist deutlich günstiger als eine über fünfzehn Jahre gewachsene Speziallösung.

Anzahl und Art der Schnittstellen

Gewicht: Mittel bis hoch

Jede Verbindung zu Shop, DMS, Lohn, Zeiterfassung, Versand oder Produktionssteuerung muss neu angebunden und getestet werden. Moderne API-Anbindungen sind schnell erledigt; Dateischnittstellen und alte Direktzugriffe auf die Datenbank kosten mehr.

Umfang der Datenübernahme

Gewicht: Mittel

Stammdaten und offene Posten übernimmt praktisch jedes Projekt. Die Frage ist die Historie: Wie viele Jahre an Belegen sollen mitwandern, und in welcher Tiefe? Das ist eine Entscheidung mit direkter Kostenwirkung, und sie lässt sich bewusst treffen.

Berichte und Auswertungen

Gewicht: Mittel

Individuelle Berichtslayouts und Auswertungen sind in NAV oft über Jahre gewachsen. Sie müssen neu aufgebaut werden — häufig ist das der Moment, in dem sich ein Wechsel auf Power BI rechnet, statt alte Layouts eins zu eins nachzubauen.

Cloud oder weiterhin On-Premises

Gewicht: Mittel

Business Central Online spart Serverbetrieb, Update-Aufwand und Infrastrukturkosten, verlangt aber, dass alle Anpassungen cloud-fähig sind. Der On-Premises-Betrieb erlaubt mehr Sonderwege, dafür bleiben Hosting und Updates bei Ihnen.

Schulung und Einführungsbegleitung

Gewicht: Niedrig bis mittel

Business Central sieht anders aus als Navision. Der Aufwand hängt an der Zahl der Anwender und daran, wie viele Prozesse sich im Zuge des Upgrades ändern. Zu knapp geplant, rächt sich das nach dem Go-Live in Supportaufwand.

Womit sich die Kosten senken lassen

  • Anpassungen streichen, die niemand mehr nutzt. In fast jeder Altinstallation trägt ein spürbarer Teil des Customisings Prozesse, die es im Unternehmen so nicht mehr gibt.
  • Standard statt Nachbau. Vieles, was 2012 individuell entwickelt werden musste, steckt heute im Business-Central-Standard — inklusive der Updates, die Sie dann nicht selbst pflegen.
  • Historie bewusst begrenzen. Belegdaten früherer Jahre lassen sich archivieren statt migrieren; für Auskunftszwecke reicht das meist und der Migrationsaufwand sinkt deutlich.
  • Lizenzen nach Rolle vergeben. Wer im System nur liest, Zeiten erfasst oder Bedarfe meldet, braucht keine Volllizenz — die Aufteilung zwischen Essentials und Team Members ist der größte Hebel bei den laufenden Kosten.
  • In Stufen gehen. Erst das Upgrade auf einen sauberen Stand, danach die neuen Themen wie Automatisierung oder KI. Das hält den Projektumfang beherrschbar und den Preis planbar.

Wie Sie zu einem belastbaren Preis kommen

01

Erstgespräch

30 bis 45 Minuten: NAV-Version, Anzahl der Anwender, bekannte Sonderlocken, Schnittstellen. Danach wissen beide Seiten, ob und in welcher Größenordnung sich das Projekt bewegt. Kostenfrei.

02

Detailanalyse

Wir sehen uns die Installation technisch an und bewerten jede Anpassung, jede Schnittstelle und den Datenbestand einzeln. Ergebnis ist ein dokumentierter Scope — die Grundlage für alles Weitere.

03

Festpreisangebot

Auf Basis des dokumentierten Scopes erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot. Was außerhalb dieses Umfangs liegt, wird separat vereinbart, damit der vereinbarte Preis stabil bleibt.

04

Umsetzung und Go-Live

Testmigration, Abnahme durch Ihre Fachbereiche, Schulung, Go-Live und eine begleitete Startphase danach.

Häufige Fragen zu den Upgrade-Kosten

Was kostet ein Upgrade von Navision auf Business Central?

Das lässt sich seriös erst nach einer Detailanalyse beziffern, weil der Preis überwiegend am Umfang Ihrer Anpassungen hängt und nicht an der Nutzerzahl. Zwei Unternehmen mit derselben NAV-Version können um ein Vielfaches auseinanderliegen. Wir analysieren zuerst den Bestand und geben danach ein verbindliches Festpreisangebot auf Basis eines gemeinsam dokumentierten Umfangs ab.

Warum nennen Sie keine Preisspanne?

Weil eine Spanne, die von einem niedrigen fünfstelligen bis in einen sechsstelligen Betrag reicht, keine Planungsgrundlage ist. Sie könnten damit weder budgetieren noch vergleichen, und wir müssten sie nach der Analyse ohnehin korrigieren. Statt einer Zahl nennen wir offen die Faktoren, die den Preis bestimmen — damit können Sie Ihr eigenes System einschätzen.

Was kostet die Detailanalyse?

Das Erstgespräch von 30 bis 45 Minuten ist kostenfrei. Die anschließende Detailanalyse ist eine eigene, klar abgegrenzte Leistung mit festem Preis, den Sie vorher kennen. Ihr Ergebnis — die Bewertung jeder Anpassung und Schnittstelle — gehört Ihnen und bleibt auch dann verwertbar, wenn Sie das Upgrade mit jemand anderem umsetzen.

Kommen zu den Projektkosten noch Lizenzkosten dazu?

Ja, das sind zwei getrennte Posten. Die Microsoft-Lizenzen sind laufende Kosten pro Nutzer und Monat und stehen öffentlich in Microsofts Preisliste; das Upgrade-Projekt ist eine einmalige Leistung. Auf dieser Seite finden Sie beide Blöcke mit einer Beispielrechnung für die Lizenzseite.

Ist ein Festpreis wirklich fest?

Ja — nach abgeschlossener Detailanalyse und auf Basis des gemeinsam dokumentierten Scopes. Was innerhalb dieses Umfangs liegt, ist abgedeckt. Wünsche, die während des Projekts dazukommen, werden separat vereinbart, damit der ursprünglich vereinbarte Preis stabil bleibt und nicht schleichend wächst.

Wie lange dauert ein NAV-Upgrade?

Die Dauer folgt denselben Faktoren wie der Preis: Versionsabstand, Tiefe des Customisings, Zahl der Schnittstellen und Umfang der Datenübernahme. Eine weitgehend im Standard betriebene Installation ist ein überschaubares Projekt, eine über viele Jahre gewachsene Speziallösung deutlich mehr. Eine belastbare Terminplanung ergibt sich aus der Detailanalyse.

Lohnt sich der Umstieg auf die Cloud beim Upgrade?

Meist ja, wenn die Anpassungen cloud-fähig sind. Business Central Online nimmt Ihnen Serverbetrieb, Update-Aufwand und Infrastrukturkosten ab; im Gegenzug müssen alle Erweiterungen als AL-Extensions vorliegen. Da beim Upgrade ohnehin jede Anpassung angefasst wird, ist es der günstigste Zeitpunkt für diesen Schritt.

Lassen Sie uns Ihr Projekt besprechen.

Kostenloses Erstgespräch, 30–45 Minuten, remote. Eine ehrliche Einschätzung — auch wenn die Antwort lautet, dass Sie das eigentlich gar nicht brauchen.